Sie haben eine unserer Veranstaltungen verpasst oder möchten Informationen zu einer besuchten Veranstaltung nachlesen? Hier dokumentieren wir die Fachforen und Arbeitskreise für Sie.

Künstliche Intelligenz (KI) kann ältere Mitarbeitende entlasten und fördern – aber auch unbeabsichtigt ausgrenzen. Bei der Coffee Break 50+ im September wurde beleuchtet, wie eine ausgewogene Nutzung von KI aussehen kann und welche Maßnahmen erforderlich sind, um Diskriminierung zu vermeiden.
KI als Chance für ältere Beschäftigte
Die fortschreitende Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, ältere Mitarbeitende gezielt zu unterstützen. Der Referent Matthias Nowc stellte in der Coffee Break 50+ verschiedene Einsatzfelder von KI vor, darunter smarte Schuheinlagen zur Förderung gesunden Arbeitens oder Lernassistenzsysteme, die individuelle Weiterbildung erleichtern. KI kann zudem repetitive und körperlich belastende Tätigkeiten übernehmen und so zur langfristigen Arbeitsfähigkeit beitragen.
Gefahr der Ausgrenzung: Digital Ageism und algorithmische Verzerrung
Doch neben den Chancen birgt der Einsatz von KI auch Risiken. Ein zentrales Problem ist der sogenannte "Digital Ageism": Viele KI-Modelle werden mit bestehenden Daten trainiert, die gesellschaftliche Altersstereotypen enthalten und verstärken. Dies zeigt sich besonders in Rekrutierungsprozessen, in denen ältere Bewerberinnen und Bewerber durch voreingenommene Algorithmen benachteiligt werden. Hier sind bewusste Maßnahmen zur Vermeidung von Bias und eine ethische Regulierung notwendig.
Zukunftskompetenzen für den Umgang mit KI
Neben technologischen Anpassungen ist auch die Entwicklung neuer Kompetenzen entscheidend. In der Diskussion wurde thematisiert, welche Fähigkeiten ältere Beschäftigte benötigen, um KI sinnvoll zu nutzen. Führungskräfte und Mitarbeitende müssen geschult und über Chancen sowie Risiken informiert werden, um Unsicherheiten und Vorbehalte abzubauen. Nur so kann Vertrauen in einen verantwortungsvollen KI-Einsatz entstehen.
KI als integratives Werkzeug gestalten–
Die Veranstaltung verdeutlichte, dass KI weder per se fördernd noch ausgrenzend ist – entscheidend ist die Art ihres Einsatzes. Unternehmen sollten aktiv darauf hinwirken, dass KI-Technologien fair und inklusiv gestaltet werden, um allen Mitarbeitenden den bestmöglichen Nutzen in der digitalen Transformation zu bieten.